402521 SE Institutionen, Verfahren und Positionsbestimmungen der politischen Steuerung im EU-Mehrebenensystem
Sommersemester 2026 | Stand: 19.01.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden verfügen über theoriegeleitete und empirische Kenntnisse der Analyse europäischen Regierens vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an demokratische, effiziente und transparente Entscheidungsabläufe. Die Studierenden sind in der Lage, die Einbettung der EU-Organe, der mitgliedstaatlichen Akteure und der Nichtregierungsorganisationen in das Mehrebenensystem der EU zu rekonstruieren. Sie können komplexe Interaktionsprozesse der Verflechtung und des Zusammenwirkens von Institutionen und Verfahren beschreiben und erklären
Dieses Seminar geht der Frage nach, wie kollektive Akteure der EU sich an postnationale, dynamische, institutionelle und prozedurale Einrichtungen zur Steuerung gesellschaftspolitischer Willensbildungsprozesse anpassen. Wie, unter welchen Bedingungen setzen Regierungen und Parlamente in verschiedenen (supra)-, (inter-) und nationalen Kontexten die gemeinsamen Herausforderungen, Zwänge und Chancen um, für deren Schaffung sie selbst verantwortlich sind, da sie die Regeln dieser Anreizstrukturen verhandelt und ratifiziert haben? Sind internationale Verträge wichtig für die Einrichtung und das Funktionieren gouvernmentalen und parlamentarischen Engagements? Das Seminar diskutiert Konzepte, Hypothesen und Anwendungsfelder der Mehrebenensystemanalyse im Hinblick auf die EU. Das Seminar dient dabei im Wesentlichen der systematischen Analyse der Funktionsprofile des Ratssystems der EU, des Europäischen Parlaments und der nationalen (und subnationalen) Parlamente in den Bereichen der Politikgestaltung (Gesetzgebung und Haushalt), Kontrolle, Wahl, Rekrutierung, Kommunikation, Interaktion und Systemgestaltung im Verlauf des idealtypischen Politikzyklus der EU. Der über Vertragsänderungen statuierte Funktionswandel in den Parlamenten wird hierbei politikbereichsspezifisch sowie länderspezifisch auf die Frage hin analysiert, welche Faktoren ausschlaggebend für die Vergegenwärtigung unterschiedlicher Parlamentarisierungs-, Demokratie- und Legitimationsverständnisse sind und wie sich diese in den Parlamenten sowie innerhalb der verschiedenen interparlamentarischen Strukturen operativ niederschlagen.
Wir greifen im Seminar auf qualitative und quantitative Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften zurück und trainieren hierbei insbesondere auch den Umgang mit Fachdatenbanken der EU und ihrer Mitgliedstaaten aus dem Bereich der Gesetzgebung (EURLEX, OEIL, etc.), der internationalen Verträge und der politischen Kontrolle (z.B. Datenbanken zu parlamentarischen Anfragen, IPEX etc.). Dabei erhalten die Studierenden wöchentliche Aufgabenstellungen zur Bearbeitung der jeweiligen Fachliteratur sowie zur Erstellung kleinerer „Briefings“, wie sie in den Institutionen der EU üblich sind.
Der Leistungsnachweis für das Seminar ergibt sich aus der regelmäßigen, aktiven Teilnahme, der Benotung der eingereichten, wöchentlichen Arbeitsaufträge, der mündlichen Vorstellung erstellter Briefings (die Auswahl der Vortragenden erfolgt nach dem Zufallsprinzip) und der aktiven Mitwirkung an deren Diskussion.
Helen Wallace, Mark A. Pollack, Christilla Roederer-Rynning, Alasdair Young (eds.) (2020), Policy-making in the European Union, OUP.
Simon Hix & Bjorn Hoyland (2022), The Political System of the European Union, Bloomsbury Academic.
keine
- Interdisziplinäres und zusätzliches Angebot
- Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
- SDG 5 - Geschlechtergleichstellung: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
- SDG 10 - Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
- SDG 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
- SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Mi 11.03.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 18.03.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 25.03.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 15.04.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 22.04.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 29.04.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 06.05.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 13.05.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 20.05.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 27.05.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 03.06.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 10.06.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 17.06.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
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Mi 24.06.2026
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09.45 - 11.15 | SR 5 (Sowi) SR 5 (Sowi) | Barrierefrei | |
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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402521-0
402521-0 |
01.02.2026 08:00 - 21.02.2026 23:59 | |
| Maurer A. | ||