603043 SE Allgemeine, historische und pädagogisch-anthropologische Perspektiven auf Erziehung und Bildung: Zum Verhältnis von Theorie und Empirie in der Erziehungswissenschaft
Sommersemester 2026 | Stand: 20.01.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden erlernen die kritische Auseinandersetzung mit erziehungs- und sozialwissenschaftlichen sowie philosophischen Texten. Dazu gehört über das Textverständnis hinaus deren bildungstheoretische Interpretation sowie die Fähigkeit, Texte zu vergleichen, das Verhältnis verschiedener Positionen zueinander zu erläutern und aus dem Gelesenen eine eigene erziehungswissenschaftlich-fachliche Argumentation zu entwickeln.
Die Studierenden sollen ein Verständnis für den Positivismusstreit als Teil der Wissenschaftsgeschichte entwickeln und dessen Relevanz für das Selbstverständnis der Erziehungswissenschaft verstehen. Die Diskussion bildungstheoretischer Konsequenzen positivistischer Forschung soll den Studierenden eine kritische Reflexion der eigenen Forschungspraxis und Methodenwahl ermöglichen.
Als Wissenschaftstheorie prägt der Positivismus ein bestimmtes Verhältnis von Theorie und Empirie, Subjekt und Objekt sowie Methode und Untersuchungsgegenstand. Für welche Gestaltung dieses Verhältnisses plädieren erziehungswissenschaftliche Debattenbeiträge aus unterschiedlichen Traditionslinien? Auf welche Art sollte sich die Fachdisziplin an Philosophie, Sozial- oder Naturwissenschaften orientieren? Welche erkenntnistheoretischen Prämissen liegen dem Positivismus zugrunde und welchen Einfluss hat er auf die Möglichkeit von Bildung? Was sagt das über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft aus?
Das Seminar führt in die Bedeutung des Begriffs Positivismus ein und vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die bildungstheoretische Kritik an dessen Konsequenzen. Ausgehend von der Perspektive der Kritischen Theorie auf den Positivismusstreit in der deutschen Soziologie diskutiert das Seminar die Erscheinungsform des modernen Positivismus, wie er sich auch in Forderungen nach einer realistischen bzw. empirischen Wende in der Erziehungswissenschaft manifestiert. Aktualisierend wird ein alternatives Deutungsmuster aus dem Bereich der feministischen Theorie diskutiert, welches davon ausgeht, dass der erkenntnisrelativistische Zeitgeist des Postmodernismus vergleichbare Effekte hervorbringt, wie der moderne Positivismus.
Neben Strategien zur Texterschließung in Einzel- und Gruppenarbeit werden im Seminar Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und ethische Standards guter wissenschaftlicher Praxis wiederholt und unterschiedliche Diskussionsformate erprobt.
aktive und regelmäßige Teilnahme; sorgfältige Lektüre der vorgegebenen Texte und Bearbeiten von Aufgaben zur Vorbereitung auf die Seminarsitzung; Impulsreferat/Moderation/o.ä.; Abschließende schriftliche Ausarbeitung einer Fragestellung (ca. 10 Seiten)
In die Benotung schriftlicher Leistungen fließen die fachliche Richtigkeit, Kohärenz der Gliederung, angemessene Eigenleistung, wissenschaftliche Arbeitsweise, Sprache, Layout und Formalia ein.
Wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekanntgegeben und zur Verfügung gestellt.
Bei schriftlichen Arbeiten kann eine Plagiats- und KI-Überprüfung (per Software) durchgeführt werden. Bedarfe, die sich aus Behinderungen oder chronischen Erkrankungen ergeben, können Sie mir gerne vorab mitteilen. Kontakt für Rückfragen und zur individuellen Sprechstundenvereinbarung: vivian.buchholz[at]uibk.ac.at
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Mi 04.03.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 11.03.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 18.03.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 15.04.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 22.04.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 29.04.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 06.05.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 13.05.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 20.05.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 27.05.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 03.06.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 10.06.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 17.06.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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Mi 24.06.2026
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10.15 - 11.45 | Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 Seminarraum 11 (Innrain 52a) 01D100 |
Barrierefrei
Induktionsschleifen für Gehöreingeschränkte
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| Gruppe | Anmeldefrist | |
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603043-0
603043-0 |
01.02.2026 00:00 - 21.02.2026 23:59 | |
| Buchholz L. | ||
