645615 EX Großexkursion in Europäischer Ethnologie: Dresden

Wintersemester 2021/2022 | Stand: 29.03.2022 LV auf Merkliste setzen
645615
EX Großexkursion in Europäischer Ethnologie: Dresden
EX 2
10
Block
jährlich
Deutsch

Die Exkursion setzt sich zum Ziel, Dresden als ethnografisch beobacht- und analysierbaren Ort in den europäisch-ethnologischen Blick zu nehmen. Durch promenadologische Ansätze, dem Durchschreiten und Verweilen im Raum, soll der spezifisch kulturanthropologische Blick eingeübt und geschärft werden.

Die Exkursion führt in den Osten Deutschlands, in eine Region, die in der DDR als „Tal der Ahnungslosen“, sprichwörtlich wurde: nach Dresden. Die Stadt ist geprägt von einer historischen Identität als Residenzstadt sächsischer Kurfürsten und Könige und wird mit ihren sorgsam restaurierten barocken Gebäuden auch heute noch als „Venedig des Ostens“ und als „Elbflorenz“ bezeichnet. Davon zeugt nicht nur die Listung des Dresdner Elbtal auf der UNESCO Liste der Welterbestätten von 2004 bis 2009, sondern auch die verschiedenen Museen mit ihren reichhaltigen kunst- und kulturhistorischen Sammlungen. Abseits des durch das Stadtmarketing nach außen getragenen Images einer Stadt der „Hochkultur“, ist Dresden auch durch verschiedene politische und wirtschaftliche Brüche geprägt, die in den Narrationen der Stadt aufrechterhalten werden und die als Anker für das Selbstverständnis vieler Bürger:innen dienen. So prägen die alliierten Luftangriffe auf Dresden 1944 heute noch die (teils geschichtsrevisionistische) Erinnerungskultur der Stadt und führen bis in der Gegenwart zu rechtsextremistischen Demonstrationen am 13. Februar, dem Jahrestag der Bombardierung.

Die Exkursion setzt sich zum Ziel, Dresden als ethnografisch beobacht- und analysierbaren Ort in den europäisch-ethnologischen Blick zu nehmen. Entlang der Raumstrukturen der Stadt werden wir Dresden als eine spannungsvolle Stadt erfahren. Dabei soll insbesondere durch promenadologische Ansätze, dem Durchschreiten und Verweilen im Raum, der spezifisch kulturanthropologische Blick eingeübt und/oder geschärft werden. Neben einem Museumsbesuch im Deutschen Hygiene-Museum, begegnen wir kulturwissenschaftlich-ethnologischen Personen, Institutionen und Forschungsfeldern und werden die Tage durch praktische Übung und theoretische Reflexion strukturieren.

teilnehmende Beobachtungen, Gruppendiskussionen, Feldprotokolle

Prüfungsmodus: Studienleistungen (kombiniert: mündlich und schriftlich):

1. Präsentation eines Inputs auf der Exkursion selbst

2. Schriftlicher Exkursionsbericht im Nachgang.

Für ein erfolgreiches Bestehen der Exkursion (und die Erteilung der Punkte) müssen beide Studienleistungen erbracht und beide als mindestens genügend bewerten werden.

wird bekannt gegeben. Zur Einführung:

Lindner, Rolf/Moser, Johannes (Hg.) (2006): Dresden. Ethnografische Erkundungen einer Residenzstadt.

Verbindliche Anmeldung über LFU-Online durch Buchung des Kurses.

Die Exkursion wird vom Montag 31.01. bis zum Freitag 04. Februar 2022 stattfinden (4 Übernachtungen).

Die Vorbesprechung findet statt am Montag, 11.Oktober 2021 von 12-14 Uhr.

Die Höhe der Eigen-Kostenbeteiligung ist noch unklar Weitere Informationen werden folgen.

Die Anreise wird eigenständig durchgeführt. Während der Exkursion reisen wir gemeinsam mit öff. Verkehrsmitteln, so dass die Nutzung von Privatwagen nicht nötig ist.

siehe Termine
31.01. bis 04.02.22, Dresden