645616 VU Gedächtnis, Erinnerung und Erzählung: Wer schlägt im Museum die Zelte auf? ögekw-Museumscamp im Volkskundemuseum Wien
Sommersemester 2026 | Stand: 23.01.2026 | LV auf Merkliste setzenassoz. Prof. Dr. Marion Näser-Lather, MA assoz. Prof. Dr. Marion Näser-Lather, MA, +43 512 507 43367
Museums-Sommerakademie 2026: Erstes ÖGEKW Museumscamp – taking space, making space, breaking space?
Wir campen im Museum – und nutzen die Gelegenheit, um uns mit den großen und kleinen Fragen der Museumsarbeit auseinanderzusetzen: Lässt sich das Museum als öffentlicher Raum verstehen und wenn ja, welche Aufgaben sind damit verbunden? Wer schlägt im Museum seine Zelte auf und fühlt sich dort zuhause und wer nicht? Wie wird ein Camp zur temporären Ausstellung? Welche Rolle kann der museale Raum (bswp. als Protestcamp) für politische Bildung spielen? Und: wie camp(y) (im Sinne von fürs Zelten geeignet aber auch im Sinne von kitschig, künstlich, übertrieben) sind Volkskundemuseen eigentlich?
Das erste ÖGEKW-Museumscamp, organisiert vom Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Wien, richtet sich an alle Studierenden des Faches Europäische Ethnologie/ Empirische Kulturwissenschaft/ Kulturanthropologie in ganz Österreich und lädt dazu ein, im Juli 2026 eine Woche lang im Museum zu campieren.
Das Camp fungiert als Labor, Platznahme und Pop-Up-Ausstellung zugleich und wird von den Studierenden die ganze Woche über bewohnt, belebt und gestaltet. Dabei können sie das Museumsmachen praktisch und theoretisch in all seinen Facetten erkunden, museales Arbeiten (von Inventarisieren bis Depotarbeit, von Sammlungsforschung bis Entwicklung von Vermittlungs- und Veranstaltungsformaten) erlernen und die Potenziale volkskundlicher Sammlungen entdecken.
Wir arbeiten u.a. mit Textinputs, Gruppendiskussionen, Kurzvorträgen und Ideenlabors.
Die Teilnahme an der Vorbesprechung und an der gesamten Museums-Sommerakademie ist verpflichtend. Die aktive Mitarbeit in der Vorbereitung und im Camp selbst wird vorausgesetzt. Im Nachgang zum Camp wird ein reflektierender und vertiefender Bericht eingereicht, der benotet wird.
Alle Studienleistungen müssen erbracht werden. Ein erfolgreiches Bestehen der Lehrveranstaltung (5 ECTS) bedingt ein mindestens genügendes Erbringen aller Studienleistungen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann ein notenrelevantes Gespräch zur eingereichten schriftlichen Arbeit erfolgen.
Ort: Volkskundemuseum Wien
Die Teilnahme am Camp selber und die Übernachtung (in Gemeinschaftsräumen) ist kostenfrei, allerdings ist die An- und Rückreise selbst zu organisieren. Die Verpflegung vor Ort wird sehr günstig und kollektiv organisiert werden.
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
- SDG 10 - Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
- SDG 12 - Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
- SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen